Unsere tägliche Dosis Schwachsinn gib uns heute – aber nur gegen Kohle

Es ist nicht das Internet, das Zeitungsverlage an den Abgrund geführt hat, es ist die skandalöse Dummheit ihrer Redaktionen.

Auf der Website des Stader Tageblatt sehe ich einen Teaser für einen Artikel, den ich nur komplett lesen kann, wenn ich dafür bezahle.

Wieder einmal befasst das Blatt sich nicht mit dem, was passiert ist. Es berichtet nicht, sondern beschwört die Zukunft herauf.

Es gibt die Warnungen von Meterologen vor einer Hitzewelle wieder. Und diese Experten für das Wetter geben auch noch medizinische Ratschläge: „Viel trinken und Räume möglichst kühl halten.“

So strunzdumm sind hoffentlich nur die Redakteure, die solche Ratschläge verbreiten. Gewöhnliche Leser wissen wohl ohne dafür zu bezahlen, dass sie sich bei Hitze nicht in heißen Räumen aufhalten sollten.

Sind die natürlichen Instinkte des Redakteursgesindels in ihren klimatisierten Büros und SUVs schon so verkommen, dass sie die gesundheitlichen Empfehlungen von Wetterfröschen brauchen, um das Selbstverständliche zu tun? Und glauben sie ernsthaft, man müsse sie dafür bezahlen, dass sie solchen Dünnpfiff verbreiten?

Wenn Historiker dereinst rätseln, warum die Deutschen durch Idiotie umgekommen sind, müssten sie nur ein paar Ausgaben des Stader Tageblatts und ähnlicher Erzeugnisse der so genannten freien Presse studieren, um Bescheid zu wissen. Ein Teil der Deutschen war derart hirntot, dass er sogar andere Hirntote dafür bezahlt hat, in seiner Demenz bestärkt zu werden.