Ich will bis auf Weiteres nichts mehr von LGBTQIA+ hören
Die Olympiade in Paris wird mit einem „Trans-Abendmahl“ eröffnet, und im Lokalblatt Eimsbütteler Nachrichten wird eine Trans-Frau porträtiert. Mir reicht es. Seit Monaten werden die Belange dieser Randgruppe von Politik und Medien derart in den Focus gerückt, als drehe sich die ganze Welt um sie.
In Hamburg, so zeigt eine aktuelle Erhebung, gibt es 40, in Worten vierzig Personen, die sich als „divers“ identifizieren. Die Wahrscheinlichkeit, einer von diesen außerhalb ihrer eigenen „Community“ zu begegnen und Gelegenheit zu haben, um ihnen mit dem angeblich fehlenden Verständnis, zu dem Politik und Medien alle anderen meinen erziehen zu müssen, oder mit Diffamierung zu begegnen, geht gegen Null.
Diese Randgruppe spielt keine Rolle. Das Interesse an ihr mag den Voyeurismus jener befriedigen, die seit Jahrzehnten „Drag“-Darbietungen auf St. Pauli besuchen, brave Spießer vor allem, die an ihrer sexuellen Identität leiden. Vor allem aber verdrängt die Beschäftigung mit und die Ausstellung dieser Handvoll Menschen die Auseinandersetzung mit allerhand anderen Problemen und Randgruppen.
Die mindestens 4000 Obdachlosen in Hamburg können nur von der politischen und medialen Aufmerksamkeit träumen, die denen zuteil wird, deren Freiheiten unlängst erst durch ein eigenes Gesetz verankert wurden. Sie sind eben nicht exotisch und pittoresk im Sinne der verkommenen Medien- und Werbebranche. Ihre Probleme verweisen zurück auf die ganze Gesellschaft statt nur am äußersten minimalen Rand zu kratzen. Wenn Politik und Medien morgen über LGBTQIA+ schwiegen, würde sich für die Betroffenen nichts ändern, und alle anderen würden nicht bemerken, dass ihnen etwas fehlt.
Dass Männer, die sich als Frauen identifizieren, dies dadurch markieren, indem sie in der übrigen Gesellschaft längst abgehalfterte Weiblichkeitsklischees bedienen, sollte eigentlich denen zu denken geben, die den ganzen Zirkus als „fortschrittlich“ ausgeben. In dieser Hinsicht ist LGBTQIA+ reaktionär ebenso wie wenn sie als „Community“ zur Unterstützung islamistischer Terror-Organisationen antritt, die ihnen nicht nur Rechte sondern das Existenzrecht absprechen würden, wenn sie mit und unter ihnen leben müssten statt sie nur aus der Ferne zu bewundern.
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Auszubildende der taz leben offenbar nicht in derselben Welt wie ich. In einem Artikel über → Videoüberwachung in Bremen schreibt eine Volontärin: „Täter*innen fühlen sich nicht bemächtigt, andere Menschen anzugreifen, weil sie sich unbeobachtet fühlen, sondern weil es in einer von Rassismus und Transfeindlichkeit geprägten Gesellschaft einen stillen Rückhalt dafür gibt.“
Handelt es sich dabei um eine kriminologisch gesicherte Aussage – oder nur um Hetze? Tatsächlich werden keineswegs nur nicht-weiße und als trans erkennbare Personen angegriffen. Weil aber keine belastbaren Daten vorliegen, bezieht die Autorin sich nur auf Vorfälle, die vom eigenen Blatt skandalisiert worden waren. Und die betreffen eben keine nicht-weißen und nicht-trans Personen.
Denn angeblich sei ja die Gesellschaft von „Rassismus und Transfeindlichkeit geprägt“. Ist das eine soziologisch fundierte Aussage? Oder nur Propaganda? Sind Rassismus und Transfeindlichkeit wahrhaftig so konstitutiv für die Gesellschaft – oder kommt es nur Aktivisten und ihren publizistischen Lautsprechern so vor?
Wenn jemand sich entscheidet, den Kampf gegen Rassismus oder Transfeindlichkeit zur Lebensaufgabe zu machen, mag es wohl scheinen, als seien diese allgegenwärtig. Und wer es anders sieht, wird flugs zum Rassisten und Transfeind erklärt. Man könnte vielmehr meinen, die Kluft zwischen Arm und Reich oder der alltägliche Kampf zwischen Auto- und Radfahrern seien womöglich prägender für die Gesellschaft als Rassismus und Transfeindlichkeit.
Transfeindlichkeit jedenfalls kann schwerlich prägend sein. Das Schicksal von 40 Personen ist schlicht bedeutungslos für das Funktionieren einer Stadt, in der fast zwei Millionen Menschen leben. Mag sein, dass sie selbst das anders sehen. Aber sie selbst werden praktisch nie gesehen. Außer natürlich von Volontärinnen der taz, die eine Brille tragen, durch die sie nur diese sehen.
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Alle, die einer Minderheit angehören, sind Opfer. Immer und überall. So lautet ein Axiom der linksgrün-woken Fanatiker. Deshalb sind alle Schwarzen oder Transsexuelle (oder wie man sie nennen soll; mir fehlt die Zeit, die jeweils aktuellen Sprachregelungen nachzuschlagen, bei deren Nichtbefolgung ich zum „Nazi“ erklärt werde) bessere Menschen als andere.
Sind sie natürlich nicht. Aber würde eine der woken „Bewegungen“ die Welt realistisch sehen, würde sie sich überflüssig machen.
Jene, die meinen, sie müssten den ganzen Tag über sexuelle Identitäten schwafeln, standen bereit, einen Film über den grünen Klee zu loben, weil er zu ihrem Programm passte. Da machte die Hauptdarstellerin ihnen einen Strich durch die Rechnung, indem sie sich … als Mensch erwies. (Siehe → hier) Mit Fehlern, Irrtümern und einer ziemlichen Portion Hass.
Es gibt Muslime und Schwarze, die Rassisten sind. Ja, wirklich. Hören Sie sich auf der Straße um, statt nur zu glauben, was ihnen Propagandisten weismachen. Das rechtfertigt keinen Hass auf Muslime oder Schwarze, aber es rückt das woke Gedudel zurecht. Muslime, Schwarze, Transpersonen sind nicht per se bessere Menschen, weil sie Diskriminierung erfahren.
Die Nationalsozialisten propagierten ein Bild vom Menschen, dem sie alles und jeden unterwarfen und schließlich zur Weltzerstörung ansetzen. Hitler war nicht blond und blauäugig, aber das ficht seine Ideologie nicht an. Denn Ideologie hat nie etwas mit der Wirklichkeit zu tun. Die woke Ideologie gibt vor, die Welt besser zu machen. Und tut es mit der Brechstange.
Vielleicht besteht der Fehler in dem Willen, die Welt zu verbessern. Vielleicht sind die Menschen bereits damit ausgelastet, sich selbst zu verbessern. Vielleicht entstehen die menschengemachten Katastrophen gerade daraus, dass irgendein Kollektiv sich daran macht, nicht nur sich selbst und ihr eigenes Umfeld, sondern die ganze Welt in seinem Sinne zu verbessern. Und allen, die nicht nach ihrer Pfeife tanzen wollen, auf den Kopf schlägt.
Vielleicht sollten jene, die immer und überall einen Mangel an Toleranz beklagen, diese selbst einmal beherzigen. Statt denen, die ihnen nicht nach dem Mund reden, den Mund zu verbieten, wenn sie nicht an der von ihnen geforderten Stelle ein Sternchen setzen.
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Inzwischen ist das so genannte „Selbstbestimmungsgesetz in Kraft“, und es wird eine Zahl bekannt, die Zahl derer, die den Geschlechtseintrag im Personenstandsregister ändern lassen wollen. Die Zahl derer, für die Monate lang ein mediales Trommelfeuer veranstaltet wurde, als gäbe es nichts Wichtigeres auf der Welt. Die Zahl derer, die ihre persönlichen Belange für den Nabel der öffentlichen Debatte halten und darin von denen bestärkt wurden, die damit von zahlenmäßig relevanteren Problemen ablenken wollten. 352 Menschen wollen in Hamburg aktuell ein anderes Geschlecht vorgeben, um es dann in einem Jahr vielleicht wieder zu ändern.
Na, meinetwegen, sollen sie. Vor allem aber sollen sie mich damit nicht weiter behelligen und sich endlich weniger wichtig nehmen als sie sind. Doch damit ist nicht zu rechnen. Stattdessen ist eine Demonstration angekündigt. Weil die Minderheit, die sich wie eine Mehrheit gebärdet, angeblich Anfeindungen ausgesetzt ist. Gemeint sind damit Schlägereien auf der Reeperbahn. Die gab es natürlich schon immer, aber nun gibt es Verbände, die jede Polizeimeldung politisch ausschlachten, um ihre eigene Existenz zu rechtfertigen. Und es gibt Verbandsfunktionäre, die von Staatsgeldern finanziert werden. Und einen Staat, für den 352 Trans*personen unvergleichlich viel wichtiger sind als mehr als zehn Mal so viele Obdachlose. Ein Staat, der mit aller Härte gegen die Diskriminierung sexueller Minderheiten vorgeht, aber die Verhetzung von Millionen Armen durch Politik und Medien schweigen hinnimmt. Ein Staat, dessen Maßstäbe verschoben sind.
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Gemessen daran, dass kein Tag vergeht, ohne dass die „queere Community“ den Rest der Welt mit ihren sexuellen Belangen belästigt und sich mit hysterischem Regenbogenfahnen-Geschwenke als Mittelpunkt der Welt ausgibt, ist sie weiterhin um ein Vielfaches geringer als ihre mediale Aufgeblasenheit und könnte eigentlich nicht der Rede wert sein. Schwule und Lesben zumal der älteren Generationen distanzieren sich ohnedies zu großen Teilen seit längerem von denen, die leugnen, dass es nur zwei Geschlechter und nicht nach Belieben unbegrenzt viele gibt.
Letzter Stand in Hamburg laut → Hamburger Abendblatt vom 6. September 2025: 872 Leutchen haben bei den Standesämtern eine Antrag zur Änderung des Geschlechtseintrags abgegeben. Würden sie nicht alle Nase lang öffentlichen Raum für ihre Demonstrationen reklamieren und von willigem Mediengesocks abgelichtet werden, würde man schwerlich bemerken, dass es sie überhaupt gibt.
Es ließen sich Betrachtungen anstellen über die Verteilung der Geschlechtswandlungsbegehren nach Bezirken, die von den so genannten Journalisten selbstverständlich gemieden werden. Sie müssten zunächst die Belanglosigkeit des ganzen Sujets eingestehen. Kaum zufällig sind es in Eimsbüttel mit 132 Erklärungen zum Geschlechterwechsel die meisten. Dort gibt es auch die meisten Lastenräder. Es folgen Nord mit 125, Wandsbek mit 116, Mitte mit 112 sowie Harburg mit 85 und Bergedorf mit 68 Erklärungen.
Inzwischen wird sogar darüber diskutiert, die aus den Befreiungskriegen gegen Napoléon hervorgegangene schwarz-rot-goldene Deutschlandfahne durch die Regenbogenfahne der linksgrün-woken Kamarilla der besserverdienenden Wohlstandsverwahrlosten zu ersetzen. Sicher ist, dass letztere kein Symbol ist, das die Mehrheit der Deutschen vor sich flattern lassen ließe, wenn sie, wie von der politischen Klasse herbei gesehnt, in einen Krieg ziehen sollen.

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