Eine Dummdödelei des UNHCR

Beim UNHCR arbeiten keine Deutschen. Oder keine Deutschen mit Geschichtsbewusstsein. Oder man beschäftigt für seine Werbekampagnen in Deutschland von Wokeness verblendete Dummdödel.

„Flüchtinge brauchen Solidarität“ blinkt auf Werbetafeln, die historische Fotos von Flüchtlingen mit aktuellen überblenden.

Halt, ganz vollkommen woke sind die Dummdödel nicht, sonst würden sie „Geflüchtete“ schreiben. Das Wort haben sie mal erfunden, um die Geschichte vergessen zu machen. Denn hierzulande war „Flüchtling“ nach 1945 ein Schimpfwort, und daran wollten jene, die glauben, so ganz anders und sehr viel besser als ihre Vorfahren zu sein, nicht erinnert werden.

Die eine Hälfte meiner Vorfahren waren Flüchtlinge, und ich lernte das Schimpfwort noch in den 1960ern kennen. (→ Fluchtpunkt Harsefeld) Zur Erinnerung: Die Fremden, die man damals nicht bei sich aufnehmen wollte, waren Landsleute und Leidensgenossen im selbst angezettelten Krieg.

Gewiss gab es auch damals Solidarität. Etwa indem der Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten die Adenauer-Regierung stützte, in der dann Nazis vom Schlage eines Hans Globke an der Wiederherstellung alter Herrschaftsverhältnisse mitwirken konnten. Im Alltag waren die Flüchtlinge notgedrungen unentbehrlich, um die Menschenverluste durch den Krieg auszugleichen – aber bis heute weiß man auf dem niederdeutschen Land sehr genau zwischen den Alteingesessenen und den Zugezogenen zu unterscheiden.

Wer aktuelle Solidarität mit Flüchtlingen auf derlei historische Erfahrungen gründen will, sollte sich diese erst einmal zu Gemüte führen – und dann beim Vergleich bescheidener auftreten.

Aber vermutlich geht es ohnehin nur um das, worum es auf Werbetafeln stets geht: um möglichst knallige Gehirnwäsche. Ob die Dummdödel des UNHCR sich bewusst sind, dass sie im Endeffekt das Geschäft der AfD und anderer Neonazis betreiben? Indem sie die Geschichte ebenso wie diese verfälschen?

Wohl kaum. Die leben auf einem anderen Stern. Dort, wo ihre Kumpel aus der Werbebranche in ihren Villen leben, die sich für ihre Kampagnenideen, die sich im Bildwitz erschöpfen, fürstlich entlohnen lassen, obwohl das Geld bei echter Flüchtlingshilfe nutzbringender angewendet wäre.

Werbung ist Verhöhung. Diese Verhöhnung verdreht Geschichte. Eigentlich müsste es dagegen eine Medienkampagne geben. Aber vermutlich wird diese verblödete Kampagne auch über Zeitungsanzeigen verbreitet und mehrt den Profit der Verleger. Und deren Schreiberlinge, sofern sie noch über Reste von Geschichtsbewusstsein verfügen, halten schön die Finger still.

Reale Flüchtlinge haben davon nichts. Allenfalls kriegen sie dafür eine Extraportion Hass ab.