Warum mich „das Klima“ nicht aufregt
Am Ende ist es Glaubenssache. Ich weiß über den Klimawandel nur das, was von Politikern und Medien erzählt wird und hatte zu keinem Zeitpunkt ein Interesse daran, mich derart intensiv mit dem Thema zu beschäftigten, dass ich mir eine ebenso fundierte wie unabhängige Meinung dazu hätte bilden können.
„Die Wissenschaft“ sei sich einig darin, dass das Klima auf eine Katastrophe zusteuere, heißt es. Zufälligerweise habe ich Philosophie studiert, und eine der Sparten dieses Fachs ist die Wissenschaftstheorie. „Die Wissenschaft“ gibt es nicht, und wer immer so redet und damit argumentiert, macht sich verdächtig, selbst dumm zu sein oder andere für dumm verkaufen zu wollen.
„Die Wissenschaft“ hat lange propagiert, dass die Sonne sich um die Erde drehe. Bis die Macht, die stets bestimmt, was „die Wissenschaft“ für wahr erklärt, eine andere Ansicht zuließ.
Das Instrument, mit dem „die Wissenschaft“ die Klimakatastrophe vorhersagt, sind Rechenmodelle, die gerade einmal das Wetter für ein paar Tage im Voraus prognostizieren können. Sollte es nicht sowieso skeptisch machen, wenn Wissenschaftler hellseherische Fähigkeiten beanspruchen? Wären diese nicht ein Widerspruch zur Wissenschaft an sich?
Sicher ist, dass inzwischen zahllose Wissenschaftler ihren Lebensunterhalt mit Klimaforschung bestreiten, und dass zumal in Europa die Geldmittel für diese Forschung von einem politischem Wohlverhalten abhängen, das darin besteht, eine Klimakatastrophe und ominöse „Kipppunkte“ als gegebene Tatsachen vorauszusetzen. Wie frei und unabhängig kann eine solche Forschung noch sein?
Jahr für Jahr wird inzwischen von den Medien über den „heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen“ alarmiert. Nun, diese Aufzeichnungen reichen gerade einmal 200 Jahre zurück, das ist in Hinblick auf ihren Aussagewert über klimatische Veränderungen der Erdgeschichte ein Fliegenschiss.
Eben wurden in Hamburg zum Beispiel für zwei, drei Tage Temperaturen über 30 Grad gemessen. So what? Die vorab von den Medien genüsslich ausgemalten Hitzetoten blieben aus. In den Straßen brachen die Menschen nicht scharenweise zusammen, und nachdem die „Hitzewelle“ abgeebbt war, veröffentlichte kein Medium eine Bilanz der Notfalleinsätze, die durch sie notwendig geworden hätten sein können.
Zugegeben, 30 Grad ist auch im Hochsommer in Hamburg keine übliche Temperatur. Aber daran sterben die Menschen nicht wie die Fliegen. Sonst wären weite Teile der Erde längst entvölkert.
Als ich ehedem eine Weile in Wien lebte, musste ich mich mit Temperaturen um die 40 Grad arrangieren. Aus Hamburg war ich gewohnt, dass die Stadt im Sommer nicht auffällig weniger frequentiert war als zu anderen Jahreszeiten. In Wien hingegen liefen zwischen Sonnenauf- und -untergang nur Touristen und Nicht-Eingeborene wie ich durch die Gassen. Die Bewohner passten eben ihr Verhalten der Temperatur an.
Während der soeben von den Medien beschworenen „Hitzewelle“, die als Vorschein der Klimakatastrophe verkauft wurde, waren die Hamburger wie gewohnt unterwegs. Sie verkrochen sich nicht im Schatten, sondern verhielten sich, als würden die Temperaturen ihnen nicht das ausmachen, was die Medien von ihnen erwarten. Die Panikmache fiel auf unfruchtbaren Boden.
Ich selbst, qua Alter und aus medizinschen Gründen von den Medien einer „Risikogruppe“ zugeordnet, überlebte unbeschadet. Tatsächlich entsinne ich mich an norddeutsche Sommer, in denen ich selbst nachts einen Ventilator anstellte, was diesmal überflüssig war. Das Geschwätz von einer „Hitzewelle“ mag für 20-Jährige überzeugend klingen, die über weniger Lebenserfahrung verfügen. Von Redakteuren verbreitet, die älter als 40 sind, ist es der Ausdruck von Verantwortungslosigkeit.
Bereits in der Vergangenheit war zu beobachten, dass die Medien sich in puncto Wetter wie wahnsinnig gebärdeten. Aber wie das Klima für „die Wissenschaft“ zum Geschäftsmodell geworden ist, sind auch die Redaktionen außerstande, den einmal eingeschlagenen Weg zu verlassen und das eigene Vorgehen kritisch zu hinterfragen.
Die Politik unterstützt den Verlust der Vernunft nach Kräften, soweit er ihr nutzt. So beschwört sie Sommer für Sommer die Notwendigkeit von Hitzeschutzmaßnahmen. Und lässt beispielsweise unverdrossen massenweise Bäume fällen, etwa für Parkplätze. Die Politik kann darauf vertrauen, dass die willfährigen und denkfaulen Medien nur das verlautbaren, was ihnen frommt und eine Handbreit von der Nase entfernt ist. Kein begrüntes Hausdach oder gar Gras auf dem Dach einer Bushaltestelle hilft bei der nächsten „Hitzewelle“.
Wiederholt behauptet die Politik in Hamburg die Notwendigkeit von Trinkwasserstellen in der Stadt, um am Ende nach jahrelangen Ankündigungen nur so wenige zu installieren, dass es kaum der Rede wert ist. Und die Trinkbrunnen, die sie dann mit großem Medien-Tamtam einweiht, befinden sich nicht dort, wo sich die meisten Fußgänger aufhalten, weil die für die Planung Verantwortlichen Autofahrer sind und sich selbst nur ausnahmsweise per pedes in ihrer Stadt bewegen und sich schlicht nicht auskennen.
Mein Lieblingsplatz bei Hitze in Wien war der Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz. In der Stadt, wo in jedem Sommer Temperaturen erreicht werden, die bei den Hamburger Medien Panikattacken auslösen, hat man schon vor 200 Jahren gewusst, was Kühlung verschafft.
In Hamburg gibt es keinen Hochstrahlbrunnen, und die Brunnen, die es gibt, sind abgeschaltet, weil die Politik keine Gelder für ihren Betrieb bewilligt, während sie selbst zugleich im klimatisierten Rathaus die Klimapanik schürt. Der einzige Brunnen der Stadt, in dem Passanten Abkühlung suchen können, der Stuhlmannbrunnen zwischen Bahnhof und Rathaus in Altona, taugt nur gegen Hitze, indem man ihn illegal benutzt: in das Becken springt und sich unter die Wasserdüsen stellt.
Dass Politiker der deutschen Partei der Grünen, die keine Gelegenheit auslassen, allen anderen mit ausgestrecktem Zeigefinger die Augen auszustechen, um sie zu „klimagerechtem“ Verhalten zu zwingen, sich selbst keinen Deut darum scheren und beispielsweise Flugzeuge benutzen als gäbe es kein Morgen – geschenkt. Das beste Beispiel aber für die Verlogenheit jener, die alle zu Unmenschen und Nazis erklären, die ihre Klimapanik nicht teilen, ist jene Frau, die als Minderjährige die Klimapanik in die Welt gebracht hat. Erst ein paar Jahre ist es her, dass → Greta Thunberg in den Medien omnipräsent war und gebetsmühlenartig wiederholt hat, die Welt würde in den Abgrund rasen, wenn „wir“ nicht unverzüglich mit allem aufhören, was angeblich das Klima schädigt.
Zumal die Grünen und ihre gut situierte Anhängerschaft hatte nichts Eiligeres zu tun, als von allen anderen außer sich selbst den Verzicht auf die zivilisatorischen Errungenschaften der letzten 200 Jahre, „seit Beginn der Aufzeichnungen“, zu fordern und ihre Machtmittel dafür einzusetzen, die Untertanen „ihrer Demokratie“ auf ihren Weg in den klimainduzierten Untergang zu zwingen.
Für Frau Thunberg gibt es unterdessen Wichtigeres als den Klimawandel, nämlich die Vernichtung Israels. Und auch dabei hat sie treue Gefolgsleute, solche, die stets einen Führer oder eine Führerin brauchen, die ihnen Überzeugungen vorgeben, weil sich selbst eine zu bilden allzu mühselig ist. Ach ja, und Fahnen brauchen sie, um sie fanatisch zu schwenken, ein ganzes Meer von Fahnen, die ihnen voran flattern.
Am Ende ist es Glaubenssache. Ich glaube nicht, dass die Welt untergehen wird, wenn nicht überall Wärmepumpen und Windräder installiert werden. Aber ich habe auch kein Bedürfnis, mit irgendeinem Mainstream mitzuschwimmen wie die Leute, die an den Lippen von Greta Thunberg und Robert Habeck gehangen haben und nun so tun, als hätten sie deren Namen nie gehört.
Sie wissen nichts besser als ich, aber sie halten sich für Rechtgläubige. Meinetwegen. Wenn sie es für ihr Seelenheil brauchen …
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Ende Juli 2025: Gestern hat das hirntote Gesindel, das unter der hierzulande gesetzlich nicht geschützten Bezeichnung „Journalist“ herumläuft, mit Berufung auf „die Wissenschaft“ einen historischen Dürresommer prophezeit – heute regnet es seit Tagen unausgesetzt, und dieselben Nichtsnutze, deren Geschäftsmodell Desinformation und Propaganda sind, sofern sie nicht via Zwangsabgabe vom Staat bezahlt werden, bestreiten ihre Arbeitszeit damit, über den Regen zu jammern und zu fragen: Wann wird es mal wieder richtig Sommer?
Selbstsüchtige Klimaaktivisten und strunzdumme Journalisten treiben opportunistische Politiker vor sich her. Und wenn man sie für ihr verbrecherisches Verhalten kritisiert, schreien sie nach Leibeskräften „Verschwörungstheorie“ und machen von „ausländischen Kräften“ bezahlte „rechte Kampagnen“ dafür verantwortlich, nicht bedingungslos angebetet zu werden. Sie alle können froh sein, mir nicht persönlich zu begegnen, weil ich große Lust hätte, ihnen ins Gesicht zu kotzen.

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