Der Fall Ulmen-Fernandes

Die linksgrün-woke Bubble ist außer Rand und Band. Eben erst wurde bekannt, dass in einer Berliner Jugendeinrichtung eine Vergewaltigung stattfand und die staatlich bestallten Mitarbeiter, die davon wussten, bei der Polizei keine Anzeige erstatteten, weil sie fürchteten, damit anti-muslimische Vorurteile zu schüren. Die Kriminalität, die durch steinzeitliche Männlichkeitsbilder mit dem Islam massenweise importiert werden, wird von derselben Bagage hartnäckig geleugnet, und jeder, der diese Realität auch nur andeutet, wird umgehend lautstark als „Rassist“ und „Nazi“ beschimpft. Dasselbe geschieht denen, die zu behaupten wagen, dass Massenvergewaltigungen keine biodeutsche Tradition haben.

Jetzt wird einer der ihren, ein Held der selbsternannten Bessermenschen, der „virtuellen Vergewaltigung“ durch Identitätsdiebstahl beschuldigt. Und schon drehen sie massiv am Rad. Den Vogel schießt ein gewisser Herr von der Hamburger Morgenpost ab, der sein Geschwätz damit betitelt: „Als Mann kann man sich nur noch schämen“.

Halts Maul, rufe ich ihm zu. Wenn Du Bedarf hast, Dich in eine Ecke zu stellen, dann tue es; es wird schon seinen Grund haben. Ich jedenfalls lasse mich nicht für die Taten eines Messerstechers und Vergewaltigers oder irgendeines Schauspielers, den ich kaum dem Namen nach kannte, in Haftung nehmen.

Es gibt weder eine Kollektivschuld noch eine Kollektivscham für die Verbrechen irgendeines Mannes – oder einer Frau (denn, o Wunder, die sind auch nicht alle Engel, siehe hier zum Beispiel → Gesche Gottfried). Man kann dazu eine Meinung haben – oder auch nicht. Ich jedenfalls will nicht gezwungen sein, mich dazu zu verhalten. Ich kenne in diesem Fall Täter und Opfer nicht und verkehre nicht in ihren Milieus. Sie gehen mich persönlich nichts an.

Unter den Hauptaufgeregten sind seltsamerweise jene, die beide kannten und mit ihnen Umgang hatten. Statt laut nach Vergeltung zu schreien, sollten sie eine Weile schweigen, in sich gehen und sich fragen, warum sie von den mutmaßlichen Taten nichts mitbekommen haben.

Inzwischen zeigt sich, dass es interessierten Kreisen nur am Rande um die Causa selbst geht. Das Opfer und zahlreiche Politiker fordern die Klarnamenpflicht im Internet – weil die Taten sonst gar nicht geschehen wären, wie sie behaupten. Das ist so idiotisch wie Schilder mit der Aufschrift „Messerverbotszone“ aufzustellen, um Angriffe mit Messern zu verhindern. Es braucht auch keine neuen Gesetze, die vorhandenen müssen nur angewendet werden.

Immerhin hat die Prominente Anzeige gegen ihren Peiniger erstattet, bei dem es sich um ihren Ex-Ehemann handeln soll. Das blieb bei der Vergewaltigung in Berlin aus. Zu denen, die dabei weggesehen haben, heißt es von ihren Chefs, man müsse erst die Ermittlungen abwarten, bevor sie Konsequenzen für ihr Tun zu gewärtigen hätten. Im Fall der Prominenten wird selbstverständlich nicht abgewartet, was die Ermittlungen ergeben, sondern allenthalben fallen die moralischen und politischen Fallbeile.

Der erwähnte Autor der Hamburger Morgenpost liefert das Musterbeispiel eines, der mit der aufgehetzten Masse nach Lynchjustiz schreit. Dass eine derart von niederen Instinkten geleitete Gestalt für die Arbeit als Publizist bezahlt wird, fällt ein verheerendes Urteil über die Selbstkontrolle der Medien.

Eine Influcerin fordert unterdessen, dass besagter Schauspieler „und alle anderen Täter an ihren großen Zehen auf den Marktplätzen dieser Nation aufgehangen und öffentlich kastriert werden“. Ist der Mob erst einmal losgelassen …