Die Zeit macht in Antisemitismus
„So sieht Hunger aus“, titelte Die Zeit zum Foto eines palästinensischen Jungen in den Armen seiner Mutter. Das Foto und eine entsprechende Video-Sequenz, die illustrieren sollen, wie im Gaza-Streifen Kinder hungern, wurde im Juli 2025 auch von zahllosen anderen Medien weltweit verbreitet.
Inzwischen weiß man, dass der erbärmliche Zustand des Jungen nicht dem Hunger, sondern einer Krankheit geschuldet ist. Dass die Mutter nicht an Hunger leidet, war ohnehin unverkennbar. Die Zeit hat die Fake-News inzwischen eingestanden, sich aber nicht dazu erklärt oder gar glaubwürdig dafür entschuldigt, warum sie sie überhaupt verbreitet hat.
Das Bild ist antisemitisch gemeint: Israels Regierung, stellvertretend für die „bösen Juden“, sorgt dafür, dass im Gaza-Streifen Kinder hungern und vollzieht einen „Genozid“. Dass der Krieg von der dort herrschenden Terror-Bande Hamas durch ein historisches Massaker an Juden ausgelöst wurde, ist in den Hintergrund getreten und wird von Politikern, Aktivisten und Medien weitgehend bewusst verschwiegen.
In deutschen Städten werden heute fanatisch palästinensische Fahnen geschwenkt, während Juden sich kaum auf die Straße trauen können. Wie bei Neonazis ist Judenhass bei Linken längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Wer Verständnis für das israelische Vorgehen auch nur andeutet, wird als „Nazi“ abgekanzelt.
Die Zeit, fand der einstige Chefredakteur Josef Müller-Marein, sei der „Olymp“ des deutschen Journalismus. Dass man in der Redaktion gründlicher arbeitete als anderswo konnte ich Ende der 1990er Jahre selbst erfahren. Während andere Blätter meine Texte anstandslos abdruckten (wie später Der Spiegel die Machwerke von Claas Relotius; Hauptsache, die Seiten sind voll) und allenfalls durch achtlose Kürzungen Fehler hinein setzten (Hauptsache, die Zeilen passen ins Layout), wollte Die Zeit von mir Auskunft über meine Quellen. Außerdem war die Bezahlung im Unterschied zu den meisten anderen Zeitungen anständig und kein Hungerlohn.
Inzwischen ist Die Zeit ein linkes Kampfblatt und kaum zu unterscheiden vom grünen Parteiorgan taz. Die vermeintlich moralisch richtige „Haltung“ sticht die journalistische Sorgfalt aus.
Am Ende also triumphiert Joseph Goebbels am Speersort in Hamburg, wo Die Zeit produziert wird. Das Verlagsgebäude ist zwar seit 2016 nach dem langjährigen Herausgeber, dem ehemaligen Hamburger Senator und Bundeskanzler Helmut Schmidt benannt, aber erbaut wurde es für das „Gaublatt“, das Parteiorgan der NSDAP, das Hamburger Tageblatt.

Titelseite des „Hamburger Tageblatt“ vom 23. Oktober 1938 mit einer Parole von Joseph Goebbels
Am 22. Oktober 1938 legte „der große Lehrmeister der nationalsozialistischen Presse“, Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels, höchstselbst den Grundstein für das „Gaupressehaus“. Die Kassette, die mit dem Grundstein versenkt wurde (und dort bis heute ruht), enthielt außer Adolf Hitlers Mein Kampf einen Zettel von Goebbels: „Die Presse ist die geistige Waffe im Kampf um Deutschlands Weltgeltung.“ Den Satz schrieb er auch ins Gästebuch des Tageblatt, das ihn auf einer Titelseite faksimilierte.
Architekt des Neubaus war → Rudolf Klophaus, der kurz nach der Machtergreifung 1933 der NSDAP beigetreten war, „weil die Hitlerbewegung nach meinem Empfinden Ordnung und Arbeit brachte“. Jedenfalls sicherte sie ihm Aufträge.
1946 zogen in das Gebäude Die Zeit, Hamburger Morgenpost und Stern ein. Am 26. Oktober 1962 wurde es von der Polizei besetzt und Rudolf Augstein, der Chef des Nachrichtenmagazins Der Spiegel, wegen Beihilfe zum Landesverrat verhaftet. Im Zuge der „Spiegel-Affäre“ trat CSU-Verteidigungsminister Franz Josef Strauß zurück.

Hansekogge von Richard Kuöhl an der Südseite des „Helmut-Schmidt-Hauses“
Die Fassade der Südseite ziert bis heute eine Hansekogge aus Sandstein, geschaffen von Richard Kuöhl, dem Lieblingsbildhauer der Nazis in Hamburg, von dem auch der skandalumwitterte → „Kriegsklotz“ am Dammtor stammt. Das Schiff war das Logo des Hamburger Tageblatt. Auf dem vorderen Segel prangte ein Hakenkreuz. Das immerhin wurde 1945 entfernt.

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